Die islamische Republik Iran, die seit 1979 die islamische Revolution in der Welt verbreiten will, gilt jetzt als sicherer Geschäftspartner im Nahen Osten für die europäischen Länder.

Letztendlich nach jahrelangen Verhandlungen sind im Juli 2015 die zehn jährigen wirtschaftlichen Sanktionen gegen den Iran aufgehoben worden. Herr Gabriel, der Bundeswirtschaftsminister ist der erste Vertreter des Westens dieses Ranges, der nach der Unterzeichnung des Atomabkommens mit einer ausgesuchten Wirtschaftsdelegation in den Iran gereist ist. Der Staatssekretär des Ministeriums für Wirtschaft und Energie sowie der Präsident der deutschen Bundesbank waren dabei.

Das zeigte die reinen Wirtschaftsinteressen der Anreisenden. Nach den iranischen Medien,ist Herr Rohani, im April nach Deutschland eingeladen worden.

Seit Sommer 2013, ist Herr Rohani, der Jahrelang das iranische Regime in dem Atomstreit mit Iran vertreten hatte, als iranische Präsident an die Macht gekommen. Der Hochkommissar für Menschenrechte der UN spricht von 625 Hinrichtungen nur am Jahre 2014 und 16 Hinrichtungen in den ersten zwei Wochen von 2015.

Und was hat sich in der Zeit für die Frauen geändert?

Die frauenfeindlichen Gesetze, die nach der Machtübernahme der Islamisten im Iran herrschten, die Geschlechtsapartheid, hat sich nicht verbessert, sondern verschärft:

In einem Gesetzt, zum Schutz für Weisenkinder, hat der Stiefvater, dass Recht seine Tochter zu heiraten. Dieses Gesetz wurde 2 Monate nach Machtübernahme von Herr Rohani verabschiedet.

Das iranischer Regime hat seine antifeministische Herrschaft weiter ausgebreitet. Im Oktober 2014, d.h. ein Jahr nach dem Herr Rohani an der Macht ist, wurde ein so genanntes Bevölkerungs- und Besserstellung Gesetz für die Familien verabschiedet. Ein Gesetz welches der Herr Dr. Gütt 1933 in Deutschland folgend beschrieben hatte:

„Es kommt darauf an, einem ganzen Volk eine völlig neue Auffassung von Ehe und Familie zu geben.“

Und das versuchen auch iranische Machthaber genau wie Nationalsozialisten in den dreißiger Jahren im Deutschland. Alle danach kommende Gesetzte und Regelungen sind an dieses Gesetzt angelehnt, die iranische Frauen als ein Inkubator für die schiitische Bevölkerung sieht und so habe will.

Nach den 55 Paragraphen dieses Gesetzes, werden bei den Einstellungen für den öffentlichen Dienst erst verheiratete Männer die Väter sind, dann noch nicht Väter gewordene verheiratete Männer, dann verheiratete Mutter, danach Männer die zusagen in nächster Zeit zu Heiraten und als letztes die verheirateten Frauen ohne Kinder berücksichtigt. Die Einstellung von nicht verheirateten Frauen ist per Gesetz ausgeschlossen.

Die Frauen sind immer noch mit mehr als 55% in den Hochschulen vertreten. Aber Frauen stellen nur 13,8% der Beschäftigten im Land und davon sind nur 3,8% Akademikerinnen. Auf dem Arbeitsmarkt sind die Türen durch staatliche Beschränkungen immer noch verschlossen.

Jetzt können Sie mich besser verstehen, wenn ich von Dr. Gütt zitiere.

Im Ganzen wurden Frauen weiter entrechtet und funktionalisiert, die Selbstbestimmung über ihr eigenes Leben wurde ihnen genommen. Vorrangiges Ziel der Islamisten Politik ist aber nicht die allgemeine und offensichtliche Unterdrückung aller Frauen – das ergab sich eher über die Anleihen an traditionelle Frauenbild – sondern die Möglichkeit, die verschiedenen Bilder der iranischen Frau reibungslos in die allgemeinen Ziele Islamisten Politik einzureihen.

Die mutigen Frauen, die sich dagegen währen, bezahlen sogar mir ihrem Leben dafür. Die Juristinnen, wie Nasrin Sotudeh, darf nach paar Jahren Haft noch immer nicht ihren Job als Rechtsanwältin auf nehmen. Als Richterin zu arbeiten, ist im Iran sowieso untersagt. Die mutige Kurdin Narges Mohammadi, die sich für die Frauenrechte eingesetzt hat, muss weiter hin mit ihrer Krankheit im Gefängnis kämpfen, weil ihr die ärztliche Behandlung außerhalb des Gefängnisses nicht erlaubt wird.

In westlichen Medien werden iranischen Frauen oft als gebildet und fortschrittlich dargestellt, dies ist aber nur zum Teil wahr und wissen sie auch um welchen Preis?

Das iranische Regime steuert weiterhin gegen die Frauen im eigenen Land, obwohl es im Ausland die Fortschritte der Frauen als seine eigenen Leistungen verkauft.

Warum wird nach Silvester plötzlich von Europäischen Werten gesprochen? Welches sind diese Werte, wenn eine europäische Politikerin für einen Staatsbesuch als ein Sexobjekt betrachtet wird und eine Kopftuch tragen muss?

Die deutschen Politikerinnen und Politiker sollen wissen, dass ein Kopftuch zu tragen um nach Iran zu reisen dürfen, für die Iranerinnen als eine Bestätigung und Förderung der staatlichen Repression der Frauen im Iran angesehen wird.

Herr Rohani ist im April nach Deutschland eingeladen worden. Im welchem Umfang wird bei dem Treffen über Europäische Werte und Frauen Rechte gesprochen werden?

Die Menschenwürde ist unantastbar, auch in ganzen Welt!

 

Iranisch-Deutscher Frauenverein Köln e.V.

Köln, 12.03.2016