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Redebeitrag von rubicon e.V. für den Feministischen Kampftag 2016

Rassist_innen versuchen feministische Positionen zu instrumentalisieren.

Das lassen wir nicht zu!

 

Wir sind Şefik_a und Sarah vom rubicon in Köln. Im rubicon unterstützen wir lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter* und queere Menschen darin, selbstbewusst und angstfrei zu leben und zu lieben.

Bei unserem offenen Treff „baraka“ kommen jede Woche Menschen mit Zuwanderungs- oder Fluchtgeschichte zusammen. Sie erzählen uns von Gewalt- und Diskriminierungserfahrungen, sowohl in Geflüchteten-Unterkünften als auch in der Stadt Köln. Sexismus, Rassismus und eine feindliche Haltung gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans*, Inter* und Queer* sind strukturelle Probleme – überall –  und nichts, was importiert ist.

 

Und so rufen wir allen hier und heute zu:

 

Wir sind stark. Und gemeinsam werden wir noch stärker.

Wir sind inter*, trans*, cis, queer, feminin, maskulin, religiös, atheistisch, homo, bi, hetero.

Wir kommen aus der ganzen Welt und kämpfen für das Recht dorthin zu gehen, wo wir leben wollen.

Wir werden behindert, rassistisch einsortiert und diskriminiert.

Alltäglich sind wir mit verbaler und körperlicher Gewalt oder schlicht und ergreifend Hass konfrontiert.

Heterosexistische Strukturen verhindern unser freies Sein.

 

Deshalb fordern wir sowohl Schutzräume und sichere Unterkünfte für LSBT*I*Q in Köln, als auch eine gesellschaftliche Auseinandersetzung mit sexistischen, rassistischen, klassistischen, homo-, trans*- und inter*feindlichen Ideen und Strukturen.

Wir fordern uneingeschränkte Solidarität mit allen Frauen*.

Wir stellen uns deutlich gegen die Abwertung von Weiblichkeiten* und Feminität in queeren und feministischen Szenen.

 

Lasst uns Allianzen bilden, die unsere Differenzen feiern und klar und nachdrücklich für ein freies und friedliches Leben für alle kämpfen.

Lasst uns alltäglich Gegenwehr leisten, wenn vor unseren Augen heterosexistische, rassistische oder klassistische  Gewalt und Diskriminierung ausgeübt wird.

Wir lassen uns nicht mehr einschränken! Wir lassen uns nicht beleidigen und klein machen.

 

Wir sind viele und wir sind laut!!!